Radiologen Nürnberg

Kernspintomografie (MRT)

Was ist eine Kernspintomografie?
Die Kernspintomografie ist eine moderne, strahlungsfreie Untersuchungstechnik in einem starken Magnetfeld. Die Magnetresonanztomografie, wie sie auch genannt wird, ermöglicht dem Radiologen einen dreidimensionalen Einblick in den menschlichen Körper. Häufige Fragestellungen betreffen neurologische, orthopädische oder chirurgische Erkrankungen. So können z.B. entzündliche Veränderungen oder Tumoren im Gehirn hervorragend dargestellt werden. Auch gilt die Magnetresonanztomografie als Standarduntersuchungsmethode in der Diagnostik von traumatischen, degenerativen oder entzündlichen Erkrankungen von Gelenken und der Wirbelsäule.
Gefäßverengungen oder –verschlüsse werden heute nicht mehr ausschließlich röntgenologisch, mit hoher Strahlenbelastung für Patienten und Untersucher, dargestellt, sondern sind ebenfalls eine feste Domäne der Magnetresonanztomografie.
Die Palette der möglichen Untersuchungen ist durch eine sich ständig weiter entwickelnde Technik derart vielschichtig geworden, dass mittlerweile sehr viele, früher mit Röntgenstrahlen vergesellschaftete Fragestellungen, heute rein kernspintomografisch beantwortet werden können
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Wie wirkt sich die magnetische Feldstärke auf die Bildqualität aus?
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Die kernspintomografisch gewonnenen Schnittbilder geben die dargestellte Körperregion nicht nur anatomisch genau wieder, sondern visualisieren dem Arzt auch krankhafte Veränderungen in einer bemerkenswerten Detailgenauigkeit und einem hohen Gewebekontrast.
Die Qualität des Bildes hängt von der im Scanner gemessenen Signalstärke des dargestellten Gewebes ab, aber auch von unerwünschten, störenden Signalen, dem sogenannten ‚Rauschen’. Mit zunehmender Feldstärke steigt das diagnostisch wertvolle Signal quadratisch an. Gleichzeitig nimmt das gemessene Rauschen lediglich linear zu. Je höher das Verhältnis vom tatsächlichen Signal zum Rauschen ist um so schärfer wird das gewonnene Bild.
Diesem physikalischen Gesetz haben wir Rechnung getragen und bieten als bisher einzige radiologische Praxis im Raum Nürnberg unseren Patienten neben zwei modernen 1,5 Tesla Kernspintomografen auch einen 3,0 Tesla starken Scanner mit deutlich verbesserter Bildqualität an.
Welche Kontraindikationen oder Nebenwirkungen gibt es?
Grundsätzlich wird die Untersuchung von den Patienten komplikationslos vertragen. Zu den wenigen Kontraindikationen -also Gründen, die eine Kernspintomografie verbieten oder zumindest erschweren- zählt unter anderem das Tragen eines Herzschrittmachers oder eines anderen metallischen, magnetisierbaren Fremdkörpers im oder am Patienten. Nahezu alle modernen orthopädischen Prothesen –z.B. die Hüft TEP- sind nicht ferromagnetisch und ihre Träger können unbesorgt in einem Kernspintomografen untersucht werden.
Die Klaustrophobie, also die Angst vor engen Räumen, kann ebenfalls ein Problem darstellen. Alle drei Scanner in unserer Praxis haben eine sehr weite, patientenfreundliche Röhre. Sollten sich dennoch vereinzelt Beklemmungsgefühle einstellen, so kann in nahezu allen Fällen eine unmittelbar vor der Untersuchung durchgeführte, beruhigende Sedierung dem Patienten die Angst vor dem Kernspintomografen nehmen. Bitte bringen Sie in diesem Falle eine Begleitperson zur Untersuchung mit, da Sie danach für einige Stunden nur eingeschränkt am Straßenverkehr teilnehmen können.
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Was bedeutet Kontrastmittel in der Kernspintomografie?
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In einigen Fällen kann die Gabe eines intravenös gespritzten Kontrastmittels die Aussagekraft der Untersuchung zusätzlich verbessern. Die in der Kernspintomografie verwendeten Gadolinium-Komplexe werden in der Regel von den Patienten problemlos vertragen. Die Häufigkeit von unerwünschten Nebenwirkungen, wie z.B. der allergischen Reaktion, ist noch geringer als bei den modernen, jodhaltigen Kontrastmitteln, wie sie unter anderem in der Computertomografie eingesetzt werden.
Kann eine Kernspintomografie in der Schwangerschaft durchgeführt werden?
Nach dem bisherigen Kenntnisstand der Wissenschaft geht von einer kernspintomografischen Untersuchung keine Gefahr für das werdende Leben aus. Allerdings sollte die Indikation hier insbesondere in den ersten drei Monaten besonders genau überprüft werden. Auf eine Kontrastmittelgabe wird in der Schwangerschaft grundsätzlich verzichtet.
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Was müssen Sie bei einer MRT-Untersuchung beachten?
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In dem starken Magnetfeld werden elektronische Geräte, z.B. Hörgeräte, evtl. beschädigt. Auch Scheckkarten können unbrauchbar gemacht werden. Parkausweise mit einem Magnetstreifen verlieren ihre gespeicherte Information. Daher achten Sie vor dem Betreten des Untersuchungsraumes noch einmal genau darauf, dass Sie keine elektronischen Gegenstände in oder am Körper tragen, Karten mit Magnetstreifen abgelegt haben und keine metallischen Fremdkörper (z.B. Münzen) in den Raum bringen.
Vor jeder Untersuchung werden Sie noch einmal zu Vorerkrankungen und möglichen Kontraindikationen befragt.
Natürlich beantworten wir Ihnen gerne weitere Fragen und werden gegebenenfalls selbstverständlich auch versuchen, Ihre verständlichen Ängste vorab in einem Beratungsgespräch gemeinsam auszuräumen.